Zirkuläres Bauen als Antwort auf knappe Ressourcen
Die Nachfrage nach neuen Immobilien ist hoch. Gleichzeitig wächst der Wunsch nach einer nachhaltig orientierten und ressourcenschonenden Bauweise. Schließlich sind sich immer mehr Menschen inzwischen bewusst, dass die natürlichen Ressourcen weltweit begrenzt sind und zwingend nachhaltige Lösungen gefunden werden müssen.
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im Bauwesen somit immer mehr an Bedeutung. Schließlich werden insbesondere in diesem Industriezweig ausgesprochen viel Energie und Baumaterial benötigt, um Häuser und Gebäude zu errichten. Tatsächlich gibt es mittlerweile durchaus Ansätze und Möglichkeiten, das Bauen nachhaltiger zu gestalten. Wachsenden Zuspruch findet in diesem Zusammenhang das sogenannte zirkuläre Bauen mit wiederverwertbaren Baustoffen. Ausgehend von Abläufen in der Natur wird dabei ein kreislaufbasierter Bauprozess mit theoretisch unendlichen Stoffkreisläufen angestrebt.
Was ist zirkuläres Bauen?
Zu den führenden Konzepten in diesem Bereich zählt das Prinzip „Cradle-to-Cradle“ („Von der Wiege zur Wiege“). Der Begriff geht zurück auf den deutschen Chemiker Michael Braungart und den US-amerikanischen Architekten William McDonough.
Cradle to Cradle im Bauwesen strebt danach, sämtliche verwendeten Produkte möglichst vollständig in biologische bzw. technische Kreisläufe zurückführen zu können, um so möglichst erst gar keinen „Abfall“ zu produzieren. Das Ziel: möglichst wenig neue Ressourcen abzubauen und den CO2-Fußabdruck dadurch zu reduzieren.
Für die Umsetzung des „Cradle-to-Cradle"-Prinzips ist von Beginn an eine integrale Planung zwischen allen Beteiligten erforderlich. Nur so lässt sich sicherstellen, dass nahezu sämtliche verwendeten Baumaterialien sortenrein trennbar sind und keine Schadstoffe enthalten.
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