Das Wichtigste in Kürze
Wie kann man einen Keller von außen abdichten?
Ein Keller wird außen abgedichtet, indem alle erdberührten Bauteile – Wände, Sockel und Übergänge zur Bodenplatte – vor Feuchtigkeit geschützt werden. Je nach Bauweise kommen verschiedene Abdichtungssysteme zum Einsatz, etwa EPDM-Bahnen oder Bitumendickbeschichtung.
Was regelt die DIN 18533?
Die Norm DIN 18533 legt Anforderungen an die Abdichtung erdberührter Bauteile mit bahnenförmigen oder flüssigen Abdichtungsstoffen fest. Sie legt Wassereinwirkungsklassen, Riss- und Nutzungsklassen fest, die bei der Wahl der Abdichtung berücksichtigt werden müssen.
Welche Kellerabdichtung von außen ist die beste?
Im Beitrag vergleichen wir gängige Abdichtungsmethoden: EPDM-Abdichtungsbahnen, Bitumendickbeschichtungen und Flüssigkunststoffe – je nach Lastfall und Anforderung.
Kellerwand außen abdichten mit RESITRIX®: So funktioniert’s
Wir erklären, wie RESITRIX® EPDM-Bahnen für die normgerechte und sichere Abdichtung erdberührter Bauteile angewendet werden.
Keller unter Druck: Der Klimawandel verändert die Anforderungen
Zunehmende Extremwetterereignisse
Der Klimawandel führt zu häufigeren und intensiveren Starkregenereignissen, die das Risiko von Überflutungen und erhöhtem Grundwasserspiegel steigern. Dies erhöht den Wasserdruck auf Kellerstrukturen erheblich. Einen Keller von außen abzudichten wird damit zur entscheidenden Präventivmaßnahme gegen diese wachsenden Gefahren.
Veränderte Lastfälle
Planer müssen heute mit höheren Wassereinwirkungsklassen rechnen als früher. Ein Keller, der früher nur gegen Bodenfeuchte (W1-E) geschützt werden musste, könnte heute aufgrund von Klimaveränderungen gegen drückendes Wasser (W2-E) abgedichtet werden müssen.
So schützt eine Außenabdichtung dauerhaft die Bausubstanz
Erdberührte Kellerwände sind permanent Bodenfeuchte oder tropfbar flüssigem Wasser in unterschiedlicher Intensität ausgesetzt. Wer eine Kellerwand außen abdichten will, braucht eine Lösung, die dauerhaft dicht hält und normgerecht geplant ist.
Eine fachgerechte Bauwerksabdichtung von außen verhindert das Eindringen von Wasser in die Bausubstanz und schützt vor kostspieligen Schäden wie Modergeruch, Schimmelbildung, Wärmeverlusten und Mauerwerksschäden.
Einen Keller von außen normgerecht abzudichten ist für Fachleute aus mehreren Gründen von hoher Bedeutung. Planer minimieren durch korrekte Dimensionierung der Abdichtung ihr Haftungsrisiko und vermeiden Regressansprüche. Eine wirtschaftliche Planung berücksichtigt die richtige Wassereinwirkungsklasse, um sowohl Über- als auch Unterdimensionierung zu vermeiden.
Was gehört zu einer Kelleraußenabdichtung?
Eine komplette Kelleraußenabdichtung umfasst die außenseitige Wandabdichtung einschließlich des Sockelbereiches sowie die Abdichtung in und unter erdberührten Wänden. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf die Außenabdichtung der Kellerwände.
DIN 18533 einfach erklärt: So planen Sie normgerecht
Seit 2017 regelt DIN 18533 die Abdichtung erdberührter Bauteile mit bahnenförmigen und flüssig zu verarbeitenden Abdichtungsstoffen. (Sie gilt nicht für wasserundurchlässige Bauteile bzw. Bauwerke aus WU-Beton.)
DIN 18533 - Einwirkungs- und Anforderungsklassen
In der DIN 18533 sind folgende Einwirkungs- bzw Anforderungsklassen definiert:
Wassereinwirkungsklassen (Wx-E)
Rissklassen (Rx-E)
Rissüberbrückungsklassen (RÜx-E)
Raumnutzungsklassen (RNx-E)
Verformungsklassen (VKx-E)
DIN 18533 - Wassereinwirkungsklassen
In der DIN 18533 sind folgende Wassereinwirkungsklassen definiert:
W1-E: Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser
W2-E: Von außen drückendes Wasser
W3-E: Nichtdrückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken
W4-E: Spritzwasser am Wandsockel sowie Kapillarwasser in oder unter erdberührten Wänden
Wichtige Planungsfaktoren für die Auswahl der geeigneten Abdichtung
Raumnutzungsklasse → Wie trocken muss die Raumluft und wie hoch muss die Zuverlässigkeit der Abdichtungsbauart sein?
Rissklasse → Wie verändern sich vorhandene Rissbreiten nach Aufbringen der Abdichtung?
Rissüberbrückungsklasse der Abdichtung → Inwieweit ist die Abdichtung fähig, auftretende Risse zu überbrücken?
Verformungsklasse bei Fugen → Ist mit planerisch auftretenden Verformungen und zu berücksichtigenden Bewegungen zu rechnen?
Die oben genannten Planungsfaktoren müssen in Abhängigkeit von der jeweiligen Wassereinwirkungsklasse in konkrete Planungsentscheidungen übersetzt werden.
Die DIN 18533 liefert hierfür einen strukturierten Rahmen, der bei der Auswahl der geeigneten Abdichtung hilft.
Wasser kennt viele Wege: Horizontale vs. vertikale Abdichtung
Feuchtigkeit kann aus verschiedenen Richtungen und in verschiedener Intensität in den Keller eindringen. Deshalb braucht ein vollständiges Abdichtungssystem sowohl horizontale als auch vertikale Abdichtungen. Planer müssen beide Ebenen berücksichtigen, um Schäden zu vermeiden.
Horizontale Abdichtung
Schutz gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Erdreich.
Wichtige Einsatzorte: Unter der Bodenplatte und im Mauerwerk (Mauersperrbahn).
Typische Materialien, je nach Anwendungsbereich: Bahnenförmige Werkstoffe, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen, mineralische Dichtungsschlämme, Flüssigkunsstoffe.
Vertikale Abdichtung
Schutz gegen seitlich eindringendes Wasser durch Erdfeuchte, Sickerwasser Grundwasser, Hochwasser oder Stauwasser
Wichtige Einsatzorte: Kellerwand von außen abdichten, Sockelabdichtung
Typische Materialien, je nach Anwendungsbereich: Bahnenförmige Werkstoffe, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen, mineralische Dichtungsschlämme, Flüssigkunsstoffe.
Kellerabdichtung außen: Materialien & Methoden im Vergleich
| ABDICHTUNGSMETHODEN | Vorteile | Nachteile | Eignung für Wassereinwirkungsklassen |
|---|---|---|---|
| EPDM-Bahnen mit polymermodifizierter Bitumenunterseite (z. B. von CARLISLE®) | Hohe Lebensdauer, elastisch, ohne offene Flamme verarbeitbar, durchgehend konstante Dicke der Dichtungsschicht | Höhere Materialkosten als Bitumen | W1-E bis W4-E Einschränkung: Nicht als seitlich druckbelastete Mauersperre (MSB-Q), also über Gelände befindliche Mauersperre |
| Kunststoffbahnen | Lebensdauer je nach Werkstofftyp, ohne offene Flamme verarbeitbar, durchgehend konstante Dicke der Dichtungsschicht | Materialkosten je nach Werkstofftyp | W1-E bis W4-E Einschränkung: Nicht als seitlich druckbelastete Mauersperre (MSB-Q), also über Gelände befindliche Mauersperre |
| Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung | Einfache Verarbeitung, günstig | Rissanfällig, für Druckwasser nur bedingt geeignet; Trockenschichtdicke kann während der Verarbeitung nicht ermittelt werden. Verfüllung der Baugrube erst nach Austrocknung möglich; nicht sofort regensicher | W1-E bis W4-E |
| Bitumen- und Polymerbitumenbahnen | Widerstandsfähig | Aufwendige Verarbeitung mit offener Flamme | W1-E bis W4-E Einschränkung: Als seitlich druckbelastete Mauersperre (MSB-Q), also über Gelände befindliche Mauersperre, auf Bitumenbahnen mit Glasvlieseinlage beschränkt |
| Mineralische Dichtschlämme | Diffusionsoffen, einfache Nicht für drückendes Wasser geeignet | Nicht für drückendes Wasser geeignet | W1-E |
| Flüssigkunststoff | Nahtlose Abdichtung, flexibel | Teurer als Bitumen und EPDM, Trockenschichtdicke kann während der Verarbeitung nicht ermittelt werden. Verfüllung der Baugrube erst nach Austrocknung möglich; nicht sofort regensicher | W3-E und W4-E |
RESITRIX®: Wenn’s wirklich dauerhaft dicht sein soll
RESITRIX® SK W Full Bond ist eine selbstklebende EPDM-Abdichtungsbahn für die Kellerabdichtung von außen – ideal auch bei hohem Wasserdruck.
Für alle Wassereinwirkungsklassen geeignet – erfüllt DIN 18533.
Dauerhaft wasserdicht – schützt zuverlässig vor Bodenfeuchte, Sicker- und Grundwasser.
Einfache Verarbeitung – ohne offene Flamme, sofort regen- und wasserdicht.
Über 70 Jahre Nutzungsdauer – dank hochwertiger Materialkombination.
Radonschutz inklusive – wirksame Barriere gegen das radioaktive Edelgas.
Kellerwand von außen abdichten mit RESITRIX® SK W Full Bond– so geht’s Schritt für Schritt
Brechen von scharfen Kanten an allen Ecken, über denen abgedichtet werden soll.
1. Die richtige Vorbereitung der Untergründe
RESITRIX® SKW kann auf folgenden Untergründen sicher angeschlossen werden: Beton, Ziegel, Kalksandstein und altem Mauerwerk. Wichtig dabei ist die richtige Vorbereitung: Zuerst muss am Fundamentvorsprung die Zementschlämme abgeschliffen und der Untergrund geglättet werden. Im Anschluss wird an allen Außenecken eine Fase hergestellt, um die Bahn schadenfrei um die Ecke führen zu können.
Aufsprühen von FG 35 auf die Betonoberfläche
Bevor im nächsten Schritt ein zugelassener Primer auf den Untergrund aufgebracht wird, muss die Untergrundbeschaffenheit geprüft werden. Bauwerksflächen müssen frostfrei, fest, eben, frei von Nestern und klaffenden Rissen sein. Als Untergründe sind Betonflächen, Ziegel, Porenbeton und Kalksandstein möglich. Offene Stoßfugen und Vertiefungen von bis zu 5 mm können verbleiben. In Baugruben empfehlen wir die Verwendung unseres rollbaren Primers, um die Belastung mit Schadstoffen zu minimieren.
Ansetzen und Ausrichten der Bahn
2. Einfache Wandabdichtung mit RESITRIX® SK W Full Bond
Nachdem der Untergrund richtig vorbereitet ist, werden die Bahnen an der oberen Kante angesetzt, ausgerichtet und mit der selbstklebenden Rückseite fixiert. Die Überlappung der Bahnen beträgt dabei 5 cm. Anschließend wird die restliche Schutzfolie abgezogen.
Andrücken der Bahn mit einer breiten Rolle
Nach dem Abziehen der Schutzfolie wird die Bahn mit einem Besen oder einer breiten Rolle auf dem Untergrund angedrückt. Bei entsprechender Untergrundvorbereitung und Einhaltung der vorgegebenen Rautiefen gilt die Verlegung auf Beton als unterlaufsicher (Prüfzeugnis MPA Leipzig).
Verschweißen der Bahnen mit Heißluft
3. Wasserdichte Nahtfügung durch Verschweißen
Die Verbindung der Bahnen wird durch Verschweißen mit einem Heißluftfön hergestellt. Die seit über 30 Jahren im Flachdach erprobte Nahtausführung sorgt für eine dauerhafte und sichere Lösung auch bei erdberührten Bauteilen. Zudem ist die Naht wurzelfest nach DIN EN 13948 (FLL in Prüfung).
Einfache Sichtkontrolle durch austretende Schweißraupe
Der sichere Nahtverschluss kann sofort optisch durch die austretende Schweißraupe überprüft werden. Dies erleichtert die Qualitätskontrolle der Arbeiten.
Übergang Wand zur Bodenplatte
4. Anschluss an die Bodenplatte
Aufgrund der Materialeigenschaften von RESITRIX® SK W Full Bond kann auf die Ausführung einer Hohlkehle verzichtet werden. Die Bahn kann direkt in die Ecken geführt werden, ohne dabei beschädigt zu werden. Dies erspart einen zusätzlichen Arbeitsgang.
Anschluss an Bodenplatte mit Winkeldüse
Je nach Ausführung wird die Bodenplatte 10 bis 15 cm überdeckt und der Anschluss mit dem Betonuntergrund verschweißt.
On-Demand Webinar: Abdichtung erdberührter Bauteile
Häufig gestellte Fragen zur Kellerabdichtung von außen
Wie wird ein Keller von außen abgedichtet?
Ein Keller wird von außen abgedichtet, indem seine Wände und die Bodenplatte mit speziellen Abdichtungsmaterialien vor Feuchtigkeit und Wasser geschützt werden. Die Wände erhalten eine vertikale Abdichtung, damit kein Wasser von außen eindringen kann. Zusätzlich wird eine Querschnittsabdichtung (Mauersperre) als Schutz gegen kapillar aufsteigendes Wasser eingebaut. (Die ergänzende Abdichtung der Bodenplatte wird hier nicht beschrieben.)
Dafür werden zum Beispiel EPDM-Bahnen, Bitumenbeschichtungen oder Kunststoffbahnen verwendet – fachgerecht geplant und ausgeführt nach den Vorgaben der DIN 18533.
Wie kann man eine Kellerwand abdichten und von außen wasserdicht machen?
Um eine Kellerwand von außen wasserdicht zu machen, wird an der Außenseite des Kellers eine Abdichtung aufgebracht. Diese Abdichtung schützt die Wand dauerhaft vor Feuchtigkeit, Sickerwasser und Grundwasser. Dafür werden spezielle Abdichtungsstoffe verwendet – zum Beispiel EPDM-Bahnen, Bitumendickbeschichtungen oder Kunststoffbahnen.
Wichtig ist, dass die Abdichtung fachgerecht geplant und ausgeführt wird, damit kein Wasser eindringen kann. Grundlage dafür ist die Norm DIN 18533, die genau vorgibt, wie Kellerwände sicher abgedichtet werden.
Was ist die beste Kellerabdichtung?
Die beste Kellerabdichtung hängt von den baulichen Gegebenheiten und der Wassereinwirkung ab. Für die Abdichtung erdberührter Bauteile gelten EPDM-Abdichtungsbahnen wie RESITRIX® als besonders zuverlässig. Sie eignen sich für alle Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533, sind ohne offene Flamme verlegbar und haben eine Nutzungsdauer von über 70 Jahren – auch bei drückendem Wasser.
Wie lange hält eine Kellerabdichtung von außen?
Die Haltbarkeit einer Kellerabdichtung von außen hängt von der gewählten Methode und der fachgerechten Ausführung ab. Hochwertige Abdichtungssysteme wie EPDM-Bahnen (z. B. RESITRIX®) halten in der Regel über 70 Jahre. Bitumendickbeschichtungen oder Kunststoffbahnen haben eine Lebensdauer von etwa 25 bis 40 Jahren. Entscheidend ist, dass die Abdichtung korrekt geplant, sorgfältig verarbeitet und regelmäßig überprüft wird.
Welche Kellerabdichtung hält am längsten?
EPDM-Abdichtungsbahnen wie RESITRIX® zählen zu den außenliegenden Kellerabdichtungen mit der längsten Nutzungsdauer. Sie erreichen eine Nutzungsdauer von über 70 Jahren und sind besonders widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, Wasserdruck und Witterungseinflüsse.
Welche Abdichtungsbahn für Kellerabdichtung?
Für die Kellerabdichtung von außen eignen sich besonders EPDM-Bahnen wie RESITRIX® SK W Full Bond. Sie sind selbstklebend, heißluftverschweißbar, ohne offene Flamme verlegbar und für alle Wassereinwirkungsklassen nach DIN 18533 zugelassen. Ihre hohe Elastizität und Langlebigkeit machen sie ideal für erdberührte Bauteile.
Kann man einen Keller nachträglich von außen abdichten?
Ja, ein Keller kann auch nachträglich von außen abgedichtet werden. Dafür wird der Boden rund um das Gebäude aufgegraben, die Kellerwand freigelegt, Unebenheiten ausgeglichen und grundiert. Anschließend wird eine neue Abdichtung – z. B. selbstklebende EPDM-Bahn wie RESITRIX® SK W Full Bond – vollflächig aufgebracht. Zum Abschluss folgen Schutz- und Drainageschichten vor dem Wiederverfüllen.
Eine nicht mehr funktionsfähige Querschnittsabdichtung (Mauersperre) kann hingegen kaum erneuert werden. Dafür wäre ein schrittweises Aufschlitzen des Mauerwerkes und die anschließende Einarbeitung einer geeigneten Abdichtung erforderlich.
